Die Brustvergrößerung – welche Materialien kommen bei der Vergrößerung zum Einsatz?

Bei einer Brustvergrößerung mittels eines operativen Eingriffs gibt es verschiedene Implantatmaterialien, die hierbei zum Einsatz kommen können. Die Wahl des richtigen Implantats, das auf die individuellen Wünsche und Erfordernisse der Trägerin abgestimmt ist, ist dabei ein entscheidender Faktor für das Gelingen des Eingriffs und ein gutes Resultat, mit dem sich die Trägerin wohl fühlt. Im Folgenden sollen die verschiedenen Materialien näher beschrieben werden, Eigenschaften erläutert, sowie bestimmte Vor- und Nachteile aufgezeigt werden.

Neben verschiedenen Formen und Größen, spielt eben auch das Material bei den Implantaten eine wesentliche Rolle für eine erfolgreiche Brustvergrößerung. Hierbei wird zunächst einmal zwischen der Implantathülle und der Implantatfüllung unterschieden.

Die Implantathülle

Bei den Implantathüllen wird heute fast ausschließlich Silikon als Material angeboten. Es hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als zuverlässigster Mantel für das Implantat bewährt und ist wegen seiner Robustheit bei gleichzeitiger Anschmiegsamkeit bei allen Implantatprodukten im Einsatz. Die Silikonhülle gibt es sowohl mit glatter Oberfläche oder auch mit einer leichten Texturierung. Texturierte Oberflächen haben den Vorteil, dass sie in der Brust nicht so leicht verrutschen können und sie sind auch nicht so häufig Auslöser für eine Kapselfibrose wie Implantate mit glatter Oberfläche. Zusätzlich gibt es noch Silikonhüllen, die mit verschiedenen Ummantelungen überzogen sind. Diese haben sich bislang jedoch noch nicht mit weiter verbesserten Eigenschaften zur regulären Silikonhülle gezeigt und spielen deshalb in der Praxis keine wichtige Rolle.

Die Implantatfüllung

Die gängigsten Implantatfüllungen sind heute festes Silikongel und alternativ eine Kochsalzlösung.

Festes Silikongel ist heute die erste Wahl bei den Materialien zur Brustvergrößerung. Es hat im Vergleich zum früher vielfach verwendeten flüssigen Silikongel den Vorteil, dass es nicht auslaufen kann. Es ist außerdem besonders formbeständig und es fühlt sich weitgehend natürlich an. Es vermittelt kaum ein Fremdkörpergefühl im Körper und auch bei medizinischen Untersuchungen, wie z. B. einer Mammographie oder einer Ultraschalluntersuchung, behindern die Implantate nicht eine zuverlässige Diagnose.

Feste Silikongele für die Implantatfüllung gibt es in unterschiedlichen Festigkeitsgraden und sie können damit der Struktur und Konsistenz des natürlichen Brustgewebes gut angepasst werden. Hier sollte man sich mit dem Arzt im Vorgespräch gut beraten, denn je nach ausgewählten Festigkeitsgrad der Silikongele kann sich die Beschaffenheit der Brust nach der Operation ändern. Eine Auswahl festerer Silikongele kann dazu führen, dass sich die gesamte Brust nach dem Einsatz der Implantate fester anfühlt und im Umkehrfall kann ein Einsatz sehr weicher Implantate die Beschaffenheit der gesamten Brust in eine weichere Konsistenz verändern. Hier sind die persönlichen Befindlichkeiten der Implantatträgerin und ihre Wünsche für ein dauerhaftes Brustgefühl sehr wichtig, um auch nach Einsatz der Implantate ein gutes Körpergefühl bei der Trägerin zu erhalten.
Implantate aus festem Silikongel haben ferner eine sehr gute Bindekraft im Körper, die ein weitgehend natürliches Brustgefühl erhält.

Implantate mit einer Kochsalzlösung sind zwar auch heute noch im Einsatz, aber nicht mehr so gebräuchlich wie noch vor einigen Jahren. Sie haben den Nachteil, ähnlich wie bei flüssigem Silikon, dass sie auslaufen können. Dies ist zwar für den Körper nicht direkt gefährlich, da die Kochsalzlösung im Körper abgebaut werden kann oder sogar ausgeschwitzt, doch möchte jede Implantatträgerin sicherlich das Risiko eines Auslaufens der Implantate vermeiden. Deshalb haben sich die festen Silikongele hier auch durchgesetzt. Ferner bieten Implantate mit einer Füllung aus Kochsalzlösung auch kein natürliches Tastgefühl. Die Implantate fügen sich weniger in den Brustkörper und das Brustgewebe ein und lassen ein stärkeres Fremdköpergefühl bei der Trägerin zurück.

Lebensdauer der Brustimplantate

Generell haben Brustimplantate nur eine begrenzte Lebensdauer und können nicht lebenslang im Körper verbleiben. Irgendwann müssen Sie entfernt oder ersetzt werden. Es spielen verschiedene Gründe eine Rolle, warum die Lebensdauer der Brustimplantate auf ca. 10-20 Jahre begrenzt ist und auch hierbei spielen die eingesetzten Materialien wieder eine Rolle.

Sowohl die Art des Implantats als auch die Operationsmethode, Verletzungen der Brust und eventuell starkes und häufiges Quetschen der Implantate, wirken sich auf ihre Lebensdauer aus. Auch können Komplikationen eine Entfernung notwendig machen. Generell haben sich Implantate aus festem Silikongel auch als am Langlebigsten erwiesen. Implantate aus Kochsalzlösungen verlieren im Laufe der Jahre etwas Flüssigkeit. Bei Silikonimplantaten können zwar keine Flüssigkeitsverluste auftreten, jedoch ist beiden Implantatarten gemeinsam, dass sie ab einer gewissen Tragedauer von mehreren Jahren zu Brüchen der Implantathülle führen können. Die Angaben zu den Prozentzahlen der Trägerinnen, die davon betroffen sind, variieren stark, jedoch sind Werte um die 10 % bei einem mehr als zehnjährigen Einsatz in der Brust vielfach festgestellt worden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Implantate mit fester Silikonfüllung und einer texturierten Oberfläche heute die erste Wahl für eine Brustvergrößerung sind. Die Vorteile gegenüber anderen Varianten sind überzeugend und somit sind Implantate mit festen Silikonfüllungen heute bereits ein guter Standard bei der Ausführung dieser Eingriffe. Die besten Produkte in dieser Kategorie werden von Herstellern angeboten, die lebenslange Garantien auf ihre Implantatprodukte geben.

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