Brustkrebs

Betrachtet man die Gesamtheit von jährlich 500000 Neuerkrankungen bei Krebs, dann ist der Brustkrebs mit einer Krankenquote von 75200 neuen Erkrankungen, dann ist diese Krebsart die häufigste Erkrankung bei Frauen, wenn es um die Diagnose Krebs geht. Trotz verstärkter Früherkennung und stetig verbesserter Behandlungsmethoden müssen immer noch 17000 Frauen in jedem Jahr diese Diagnose mit dem Leben bezahlen. Wer aber glaubt Brustkrebs sei nur eine Erkrankung für Frauen, der wird durch jährlich 600 Männer eines Besseres belehrt, denn auch Männer können an Brustkrebs erkranken. Zwar beträgt ihre Prozentzahl an den Gesamterkrankungen nur maximal ein Prozent, doch die Möglichkeit einer Erkrankung ist bei jedem Mann gegeben.

In der letzten Zeit hörte man immer wieder von Fällen, wo Frauen auch ohne direkte Erkrankung eine Brustamputation vornehmen ließen. Diese Vorsorgemaßnahme ist umstritten, weil auch wenn eine erbliche Vorbelastung in der Familie durch Fälle von Brustkrebs gegeben sein kann, so muss eine Erkrankung nicht unbedingt wirklich eintreten. Es kann aber genauso noch andere Risiken geben, dass man an Brustkrebs erkranken kann. So spielt das Alter eine Rolle und Frauen, die älter als 50 Jahre sind sollten Vorsorgeuntersuchungen nutzen, aber auch Frauen, die schon vor dem 12. Lebensjahr ihre Tage hatten sollten an eine Vorsorge denken. Zu den Risikogruppen zählen auch Frauen, die mit 30 noch keine Kinder haben oder Frauen, bei denen die Wechseljahre erst sehr verspät einsetzen. Bei allen Frauen, die sich zu diesen Risikogruppen zählen können, kann die Möglichkeit einer Erkrankung mit Brustkrebs vorliegen. Dazu kann die Lebensweise ein entscheidender Faktor sein, denn gerade Faktoren wie Rauchen, Übergewicht, zu wenig Bewegung und übermäßiger Alkoholgenuss können dazu beitragen, dass ein Veranlagung zu einer Erkrankungen werden kann.

Frauen von heute werden darauf geschult, dass man seinen Körper im Brustbereich mindestens einmal im Monat abtasten sollte. Mit gezielten Abtastungen kann festgestellt werden, ob sich dieser Bereich verändert hat und ob sich Knoten fühlen lassen. Hierbei kann man sich auf die eigene Abtastung verlassen, aber noch besser ist das geschulte Abtasten durch den Frauenarzt, der direkt feststellt, ob sich Symptome für Brustkrebs ertasten lassen. Diese Untersuchung kann einmal im Jahr kostenlos erfolgen und zusätzlich kann dann eine Röntgenuntersuchung wie die Mammografie dazu beitragen, dass man gesicherte Diagnosen stellen kann. Hatten die Frauen früherer Zeiten Angst vor einer Brustamputation, so kann heute schon zu 80 Prozent die Brust erhalten werden. Aber neben der Brust werden heute auch in den Achselhöhlen die Lymphknoten bei der OP berücksichtigt, damit alle Krebszellen entfernt werden können. Der Arzt von heute kennt die Wirkung von Hormonen auf die Krebszellen, sodass eine Therapie in diesem Bereich oftmals schon beste Erfolge gezeigt hat.

Wer ich über Brustkrebs informieren will, der sollte sich an seine Krankenkasse wenden. Ebenfalls eine wichtige Infostelle ist das Verbundprojekt “Familiärer Brustkrebs” und die deutsche Krebshilfe e. V. hält für Frauen und Männer ausreichende Adressen bereit, dass man sich über die besten Behandlungsmöglichkeiten und über die Krankheit im Allgemeinen gut informieren kann.